Berichte

Westmark-Cup in Münster

Der Start zum Westmark Cup dem Basketballturnier der ATV Westmark zu Münster verlief denkbar ungünstig. Missverständnisse über die Abfahrtszeit am Freitagabend führten dazu, dass ich als Sportwart noch am wunderschönen Niederrhein weilte als der Rest der Kampfestruppe, also Gogo, Mitch, Kikslip, Fummel und Flowjob bereits nach Münster aufbrechen wollten. Nach kurzer Überlegung fanden wir jedoch schnell eine Lösung die 5 abfahrbereiten brachen schon um 19 Uhr bepackt lediglich mit ihrer Vorfreude und einigen Bieren auf nach Münster. Während ich als Packesel mit dem zweiten Auto und jeglichem Gepäck um 20 Uhr die Verfolgung aufnahm. Die „Bier- und Spaßtruppe“ des ersten Autos hatte natürlich den entscheidenden Nachteil der zwanghaften Blasenentleerung nach übermäßigem Biergenuss, so dass wir schließlich in einem Abstand von 20 Minuten an unserem Nachtquartier, dem Sportinstitut der Uni Münster ankamen. Dort war der Begrüßungsabend schon in vollem Gange und wir grillten zusammen mit den ATV en aus Münster, Kiel, Halle, Mainz und Aachen. Dabei hatten wir in den ersten 2 Stunden den entscheidenden Vorteil noch von unseren mitgebrachten Kölschreserven zähren zu können, bis wir dann im Laufe des Abends in den sauren Pils Apfel beißen mussten. Dass auch dies der Stimmung keinen Abbruch tat lag an einem der zentralsten Gegenstände des gesamten Wochenendes. Die von Flowjob liebevoll zusammen gestellte Stimmungslieder CD stieß auf riesige Begeisterung. Zu später Stunde brachen dann einige unerschrockene Gesellen ins Münsteraner Nachtleben auf. Bei dieser Gelegenheit musste Flowjob leidvoll erfahren wie gefährlich die Fahrradstadt Münster für ahnungslose Laien sein kann. Wer sein von dem Fahrradsturz gezeichnetes Gesicht, das dem des Boxers Dariusz Michalschewzky nach einem Kampf gleicht, bewundern möchte der sollte in den nächsten 2 Wochen mal bei uns auf dem Haus vorbeischauen.
Doch kommen wir nun zum Turniertag. Verkatert vom Vorabend jedoch voller Tatendrang und mit Ghettoblaster und besagter Stimmungs-CD bepackt fanden wir um 10 Uhr den Weg zur Sporthalle. Dort waren wir gleich der Mittelpunkt des Geschehens, was daran lag dass wir die Musik und durch unsere bekannt liebenswerte Art auch die Stimmung unter unserer Kontrolle hatten. Angestachelt von dieser einzigartigen Begeisterungswelle gelang es uns auch das erste Spiel gegen den ATV (Alter Turnverein) Haltern mit 28:27 für uns zu entscheiden. Unsere Spielpausen nutzen wir natürlich weiter um die Sporthalle mit unserer durchweg guten Laune anzustecken. Im nächsten Spiel stand uns zum einzigen Mal bei diesem Turnier eine akademische Turnverbindung, nämlich die aus Aachen gegenüber. Trotz eines sehr streng und unverständlich pfeifenden Schiedsrichters konnten wir uns in diesem Duell verdient mit 12:10 nach 10 Minuten Spielzeit durchsetzen.
Durch diese 2 Siege zu beginn des Turniers haben wir uns allerdings selbst das Leben schwer gemacht, denn gespielt wurde in Münster nach dem Schweizer System, bei dem es keine Gruppenphase gibt, sondern jeder gegen seinen Tabellennachbarn spielt. Also waren unsere nächsten Gegner all jene die auch schon 2 Siege auf dem Konto hatten.
So kam es dass wir in dem nächsten Spiel keinerlei Siegchance hatten und mit recht deutlichem Abstand verloren. Der eigentliche Skandal passierte jedoch während unseres dritten Spiels. Während wir uns unten auf dem Platz der drohenden Niederlage entgegenstemmten, entwendete jemand auf der Tribüne unsere Party CD aus dem laufenden Ghettoblaster. Und das nachdem diese eine CD am Vorabend und am Turniertag gerade mal 8 Stunden am Stück gelaufen war. Auch nach mehrmaliger Durchsage bekannte sich noch niemand zu diesem dreisten Diebstahl.
So war es völlig klar, dass wir ohne diese Motivationshilfe natürlich wie gelähmt waren und auch die beiden nächsten Spiele gegen zwei spätere Halbfinalisten verloren.

Die CD tauchte übrigens erst wieder auf, als wir als Herrscher über die Radiogewalt androhten den umstehenden die Fußballübertragung zu verweigern. Da besann sich die ATV Halle ihres Verstandes und gab uns das vermisste Diebesgut kleinmütig zurück.
Doch da war es bereits zu spät und durch die unglücklichen Niederlagen konnten wir als 10. das Viertelfinale nicht erreichen, dafür aber die lang ersehnte Dusche.
Da der Vorabend doch mehr an unseren Kräften gezerrt hat als gedacht, beschlossen wir schon nach dem Finale am Samstagabend die Rückreise anzutreten und erreichten gegen 22 Uhr wieder sicher unser Bonner Verbindungshaus.



Carsten Vosseler v. Nepomuk

Veranstaltungen

Samstag, 11.09., 17:30 Uhr

WM:
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Dienstag, 14.09., 20:00 Uhr

Volleyball:
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Mittwoch, 15.09., 19:00 Uhr

Fußball:
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